Aktuell
Gehörlosenschule schwer beschädigt
29.01.2010
Das Erdbeben verursacht schwere Schäden an der Gehörlosenschule der Schwester Rose-Andrée in Port-au-Prince Erstmals erreichten die Schramberger Haiti-Hilfe jetzt auch Fotos der vom Erdbeben stark in Mitleidenschaft gezogenen Gebäude der Diözese von Port-au-Prince in Haiti.
Die Fotos zeigen die Gehörlosenschule, die Schwester Rose-Andrée leitet. Rose-Andrée ist auch die Kontaktperson der Schramberger Haitihilfe in Port-au-Prince und betreut dort rund 60 Patenkinder, die allerdings nicht die Gehörlosenschule, sondern andere Institute besuchen. Über die Situation der Patenkinder selbst gibt es keine Informationen. Ilse Bäumer von der Haiti-Hilfe hofft, dass Rose-Andrée möglichst bald die Möglichkeit findet, den Paten Auskunft zu geben. Es sei eben oft nur kurze Zeit möglich, Informationen zu versenden, schrieb jüngst auch der Generalvikar von Cap Haitien, da Strom und Telefon oft nicht funktionierten. Erst gestern kam allerdings ein kurzes Mail an, in dem er berichtet, dass es viele Flüchtlinge gebe und das Projekt der Schramberger zu deren Unterstützung gut ankomme.
Auch in Cap Haitien gebe es kaum jemanden, der nicht irgendeinen Verwandten habe, der vom Erdbeben betroffen sei. Er berichtet über den Onkel eines Patenkinds der gestorben sei. Seine hochschwangere Frau sei während des Bebens die Treppe hinuntergelaufen - dabei sei dann das Kind zur Welt gekommen...
Sie habe »das Kind aufgehoben und sei mit ihm schließlich weitergerannt«, so dass beide überlebt hätten.
Text: Schwarzwälder Bote