Aktuell
Nahrungsmittelhilfe - neues Erdbeben
23.02.2010
Auch die von den haitianischen Partnern der Haiti-Hilfe Schramberg angeregte Ausgabe eines Schecks an die Hausherrin oder den Hausherrn der Gastgeberfamilien ist jetzt voll im Gange. Pro Flüchtling und pro Tag gibt es 50 Gourdes oder 1 EUR.
Zur Dokumentation wurden uns 9 Fotos mit Begleittext geschickt, von denen wir 2 als Beispiele herausgreifen.
Auf dem Foto sehen wir den Hausherrn Patrick Narcisse, Mgr. Vincent mit seiner Helferin und 3 Flüchtlinge, eine Mutter mit ihren beiden Töchtern. Ihr Haus wurde total zerstört, die Mutter brach sich dabei ein Bein. Die Kinder waren zum Glück noch auf ihrem Nachhauseweg von der Schule, als die Erde bebte.
4 Flüchtlinge, darunter die 3jährige Queffira, die 2 Tage unter den Trümmern lag und ohne einen Kratzer davonzutragen, gerettet wurde. Die Gastgeberin Maryse Augustin erhält den Scheck von Mgr. Vincent.
Am 22.Februar ist das Land schon wieder von einem Erdbeben erschüttert worden. Es hatte die Stärke 4,7. Für die traumatisierte Bevölkerung bedeutete dies ein weiterer Schock. Soeur Eliane schrieb uns aus Cap, dass ihre gehörlosen Schützlinge eine panische Angst hätten, die mit Betondecken ausgestatteten Schlafräume zu benutzen und lieber in einem Zelt schlafen würden.
Auch Mgr.Vincent berichtet, dass seit 15.Februar alle Schulen des Département du Nord geschlossen seien, weil man erst die Schäden an den Gebäuden untersuchen müsse. Im Norden war zwar das Erdbeben nicht so verheerend wie im Süden, aber viele Gebäude zeigen Risse, und einige Mauern von Schulen sind eingestürzt. Die starken Regenfälle lassen den Mangel an Bäumen besonders schmerzlich erfahren. Ein großer Felsbrocken stürzte auf eine Grundschule und hat 4 Kindern das Leben gekostet.